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Der Kult-Streifen „From Dusk till Dawn” von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino ist in Oberhausen besonders verwurzelt. Eine Band aus Oberhausen sorgt für den passenden Sound - auch ohne Film.
Kein anderer Film schaffte es, in unserer Stadt im Lichtspielhaus über einen so langen Zeitraum am Stück gespielt zu werden. Über Jahre konnte man die Mischung aus Gangster- und Vampirfilm im Kino an der CentrO-Promenade im Spätprogramm begutachten. Das prägte!
Auch die Gruppe „Van Andern” kennt die zahlreichen Zitate mittlerweile auswendig. Daniel Hinte, Andre Zimmermann, Lambert Blaß, Bernd Jakobshagen und Henk Kampen haben sich für ihre Band vom Kinofilm inspirieren lassen.
Die fünf Musiker sind große Anhänger des amerikanischen Streifens. „Einmal in der Woche landet der Film im DVD-Player – mindestens”, sagt Bernd Jakobshagen. „Das muss sein!” Dabei geht es nicht um die Sprüche der Protagonisten, die es in die Kino-Analen geschafft haben: Ein tragendes Element ist die Musik. Jakobshagen: „Der intensive Schlangentanz bleibt sofort im Gedächtnis hängen.”
Schlangentanz bleibt im Gedächtnis hängen
Es geht um jene Szene, in der Salma Hayek betörend mit Whiskey und Schlangendekoration George Clooney den Kopf verdreht, bevor sie sich in einen Vampir verwandelt und Clooney zu einem der markantesten Sätze der jüngeren Kinogeschichte nötigt. „Willkommen in der Sklaverei!” „Nein danke, ich war schon mal verheiratet!”
„After Dark” von Tito & Tarantula heißt das Lied, dass auch Van Andern als Höhepunkt in ihre Show einbinden. Jakobshagen: „Tänzerinnen und Effekte gibt es bei unseren Auftritten reichlich.” Soll heißen: Bei den Gitarrenriffs und Schlagzeug-Soli fließt auch ein wenig Film-Blut. Sind Horrormasken und feurige Einlagen programmiert. Ganz wie im Film. Dann verwandelt sich auch das Erscheinungsbild der Band. Und damit ist sicher nicht das Kirmes-Gebiss gemeint. „Unsere Show verändert sich wie der Film: von der Gangster- zur Vampire-Show.”
Doch böse Jungs sind die Fünf trotzdem nicht. In ihrem Proberaum im Bunker in Sterkrade sieht es ganz und gar nicht düster aus.
Hier hat die Band eine gemütliche und technisch opulent ausgestattete Probestätte gefunden. Mehrmals in der Woche werden die Instrumente bewegt. Musische Übung gehört für die aufwändige Show dazu. Zumal immer wieder Kleinigkeiten ergänzt werden.
Jakobshagen: „Unsere Auftritte folgen einem roten Faden – haben eine eigene Dramaturgie.” Mit ihrer Show ist die Band, die zum Großteil aus Oberhausener Musikern besteht, auch auf größeren Bühnen unterwegs. Bei der European Poker Tour trat die Gruppe im Casino Hohensyburg in nobler Kulisse auf. Beim Motorradtreffen in Malchin waren Van Andern vor 18.000 Zuhörern sogar Headliner. „Es ist ein tolles Gefühl vor so vielen Menschen aufzutreten”, erinnert sich Jakobshagen.
Doch nicht nur ein kleines bisschen Horrorschau gehört zum Repertoire der Band. Am heutigen Donnerstag treten Van Andern im Sterkrader Yesterday auf – ganz ohne Masken und Filmblut. Ein rockiger Tanz-in-den-Mai-Abend wird es diesmal. Dazu schlüpfen die Fünf in die Rollen von großen Rock-Legenden: Queen, ZZTop oder ACDC. Jakobshagen: „Wir wollen uns weiterentwickeln und auch eigene Lieder in unsere Show einfließen lassen.”
Der Westen - Dirk Hein
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